Entscheider aus dem Ausland kommen nach Bayern und Sie können sich präsentieren.
Beschreibung:
ZIELGRUPPE IN BAYERN
Das Projekt richtet sich an an bayerische Technologieanbieter und Dienstleister der Wasserwirtschaft, die sich verstärkt in Kasachstan engagieren wollen. Folgende Bereiche werden in Kasachstan besonders nachgefragt:
- Planung und Bau von neuen Kläranlagen (kommunal und industriell) sowie Modernisierung von bestehenden Kläranlagen inkl. Kleinkläranlagen
- Bau von Schlammbehandlungsanlagen
- Einführung von modernen Technologien zur Wasseraufbereitung
- Unterhaltung und Sanierung der bestehenden Kanalisationssysteme sowie deren Erweiterung
- Energieeffiziente Lösungen in allen Betriebsprozessen der Abwasserbehandlung
- Wiederverwendung von gereinigtem Wasser
ZIELGRUPPE IN KASACHSTAN*
Die Delegation aus Kasachstan umfasst:
- ca. 15 Leiter und technische Direktoren von ausgewählten kasachischen Abwasserbetrieben, Ingenieurbüros, Bauunternehmen und Vertretern von kasachischen Lösungsanbietern der Wasserwirtschaft, Anlagenimporteure und Installateure sowie Führungskräfte mit Entscheidungsbefugnis für Investitionen von Stadtverwaltungen, ein Vertreter des zuständigen Ministeriums
- Unternehmensvertreterinnen und -vertreter, die an Kooperationen und Geschäften sowie am Austausch mit bayerischen Unternehmen interessiert sind.
* Eine Liste der teilnehmenden Unternehmen aus Kasachstan wird zeitnah veröffentlicht und mitgeteilt.
GESCHÄFTSCHANCEN FÜR BAYRISCHE UNTERNEHMEN IN KASACHSTAN
- Der Wasserversorgungs- und Abwassersektor in Kasachstan befindet sich derzeit in einem aktiven Transformations- und Modernisierungsprozess, der sowohl durch innere Herausforderungen als auch durch globale klimatische Veränderungen bedingt ist. Trotz eines relativ hohen Wasserressourcenpotenzials sieht sich das Land mit einer Reihe akuter Probleme konfrontiert: veraltete Infrastruktur, ineffiziente Wassernutzung, erhebliche Verluste in den Versorgungsnetzen und ein niedriger Grad an Abwasserbehandlung.
- Kasachstan gehört weltweit zu den Ländern mit dem höchsten Wasserverbrauch pro Kopf: ca. 3.500 Liter pro Tag, was das Dreifache des weltweiten Durchschnitts ausmacht. Die Wasserverluste in den Versorgungsnetzen betragen, je nach Region 30–50 %, in der Landwirtschaft und Industrie sogar bis zu 60 %. Von den 87 Städten Kasachstans verfügen nur 58 über funktionierende Kläranlagen; in 29 Städten fehlen solche Einrichtungen vollständig. Die Abwasserinfrastruktur ist in vielen Regionen stark sanierungsbedürftig. Besonders betroffen sind Städte wie Aktau, Atyrau, Karkaralinsk und Karazhal, wo Projekte zur Modernisierung der Abwasser-systeme in Angriff genommen wurden.
- Trotz kontinuierlicher Optimierungsprozesse in der Wasserwirtschaft Kasachstans wird erwartet, dass bis 2040 rund 50 % des Wasserbedarfs nicht gedeckt werden können. Gründe dafür sind das prognostizierte Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum sowie die Abhängigkeit von grenzüberschreitenden Wasser-ressourcen, von denen etwa 45 % aus Nachbarstaaten stammen. Verluste im landesweiten Wasserverteilungssystem sowie der ausgeprägte Wasserverbrauch in der Landwirtschaft, in der nur 16 % der Nutzflächen mit wassersparenden smarten Technologien bewässert werden, verschärfen die Problematik.
- Kasachstan investiert in den kommenden Jahren massiv in die Wasserwirtschaft und sucht explizit Technologie‑ und Projektpartner aus Deutschland, insbesondere für effiziente Bewässerung, Trinkwasser/ Abwasser, Digitalisierung und Beratung.
- Kommunaler Investitionsbedarf: Entwicklungsbanken schätzen den Bedarf im Bereich Wasserversorgung auf rund 2,8 Mrd. US‑Dollar jährlich, im Abwasserbereich auf etwa 1,3 Mrd. US‑Dollar jährlich.
- Internationale Finanzierung: Projekte werden u.a. durch EBRD und Islamische Entwicklungsbank kofinanziert, was transparentere Ausschreibungen und gute Zugangschancen für ausländische Anbieter schafft.
- Politische Priorität: Wasserknappheit (Gletscherrückgang, Dürre, ineffiziente Bewässerung) gilt als strategische Herausforderung; das Thema steht ganz oben auf der Regierungsagenda.
- Ausrüstung und Komponenten: Gute Chancen für Pumpen, Armaturen, Mess‑ und Regeltechnik, Ventile, intelligente Zähler und Automatisierungstechnik „Made in Germany“ – Qualität und Zuverlässigkeit werden besonders hervorgehoben.
- Trinkwasser/Abwasser & Recycling: Modernisierung kommunaler Wasserwerke, Aufbau bzw. Verbesserung der Abwasserbehandlung, Einführung zirkulärer Wassernutzung und Wasserwiederverwendung, da diese bisher kaum vorhanden ist.
- Digitale Lösungen: Bedarf an Software und Systemen für Prognose, Modellierung, Monitoring und Accounting von Wasserressourcen sowie für die Digitalisierung des Netzbetriebes (SCADA, GIS, Leitsysteme, „Smart Water“).
- Planung & Consulting: Chancen für Ingenieurbüros bei Machbarkeitsstudien, Masterplänen, Umwelt‑ und Klimarisikoanalysen, Optimierung von Stauseen, Damm‑ und Deichsicherheit sowie bei Ausschreibungs-beratung.
Ihre Vorteile:
Nutzen Sie dieses Projekt als Marketing- und Vertriebsunterstützung und zeigen Sie, was Ihre Produkte und Dienstleistungen so einzigartig macht.
Das Erfolgsrezept von „Bayern – Fit for Partnership“ ist einfach: Bayerische Unternehmen zeigen ihr gesamtes Produkt- und Leistungsspektrum und können damit wertvolle Kontakte zu internationalen Entscheidungsträgern herstellen. Die Beteiligung erfolgt für bayerische Unternehmen kostenlos, in diesem Fall in Form von Präsentationen oder kurzen Gesprächen. Sie können aktiv an der Programmgestaltung mitwirken. Um die technische Organisation und Moderation durch erfahrene Partner kümmern wir uns!
„Bayern - Fit for Partnership“ ist ein vom Bayerischen Wirtschaftsministerium initiiertes und finanziertes internationales Weiterbildungsprogramm. Organisatorisch betreut wird es durch Bayern International, ein Tochterunternehmen des Freistaats Bayern.
Weitere Informationen zu „Bayern - Fit for Partnership“
Veranstalter:
- BAYERN INTERNATIONAL
- Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
- Durchführungsgesellschaft: em&s GmbH