Delegationsreise in die Ukraine - Chancen für die bayerisch-ukrainische Wirtschaft

09.03.2018

Vom 19. bis 22. Juni 2018 wird eine Wirtschaftsdelegation aus bayerischen mittelständischen Unternehmen unter Leitung von Ministerialrat Martin Grossmann aus dem Bayerischen Wirtschaftsministerium in die Ukraine reisen. Stationen werden Kiew und Lviv (Lemberg) sein.

Ziel der Reise ist es, durch Gespräche mit Entscheidungsträgern aus Regie­rung, Wirtschaft, Clustern, Kammern und Unternehmerverbänden die baye­risch-ukrainischen Wirtschaftsbeziehungen zu intensivieren, neue Felder der Zusammenarbeit zu erschließen und Möglichkeiten für eine verstärkte institu­tionelle Zusammenarbeit zu erörtern. Neben den Gesprä­chen und Firmen­be­su­chen werden ein Wirtschaftsforum sowie Branchen­kon­takt­­gespräche mit Vertretern ukrainischer Unternehmen und Institutionen ange­boten.

Das Angebot der Reise richtet sich vor allem an Geschäftsführer bayerischer Unternehmen und Vertreter von Institutionen aus den Branchen Informa­tions­technologie, Maschinenbau/Metallverarbeitung und Nah­rungs­mit­tel­industrie (Verpackung, Konservierung etc.).

Die Ukraine stellt mit 45 Millionen Einwohnern einen der größten Märkte in Mittel- und Osteuropa dar. Sie ist damit auch einwohnerstärkster Teilneh­mer­staat der 2009 gegründeten Östlichen Partnerschaft im Rahmen der Europä­ischen Nachbarschaftspolitik (ENP). Sie wies in 2016 ein BIP pro Kopf von 93,3 Mrd US $ und eine Exportquote von 39 % auf.

Nachdem die ukrainische Wirtschaft 2015, nicht zuletzt infolge der fortge­setz­ten Destabilisierung im Osten des Landes, um 10,6 % schrumpfte, war das Jahr 2017 durch eine Stabili­sierung der wirtschaft­lichen Ent­wick­lung gekenn­zeichnet. Für das gesamte Jahr 2016 war ein Wachstum der Wirt­schafts­leistung um 2,3 % zu verzeichnen. Die deutschen Importe in die Ukraine sind in 2017 nach einer Stagnation in 2016 um knapp 22 % gestiegen.

Die gegenwärtige ukrainische Regierung hat sich einem umfassenden Reformprogramm verschrieben, dessen Umsetzung die Wettbe­werbs­fähig­keit der ukrainischen Wirtschaft deutlich erhöhen dürfte. Zu einem erhebli­chen Teil basiert es auf den Vorgaben des am 01.01.2016 in Kraft getretenen Assoziierungs­abkommens mit der EU, das die Übernahme europäischer Standards und eine weitere Liberalisierung des Handels mit der EU vorsieht.

Die IT-Industrie ist in der Ukraine inzwischen zum drittgrößten Sektor bei den Exporten von Waren und Dienstleistungen aufgestiegen. Immer mehr intern­a­tionale Player greifen auf ukrainische IT-Ressourcen zurück.           
Im Maschinenbaubereich qualifizieren sich immer mehr ukrainische Unter­nehmen als Kooperationspartner für die deutsche Industrie. Viele Zuliefer­betriebe aus Automobil- und Elektroindustrie nutzen schon die attrak­tiven Rahmenbedingungen für Produktionsstätten in der Ukraine. Die deutschen Exporte in die Ukraine in diesem Bereich sind 2017 um 41,5% gestiegen.
Die Nahrungsmittelindustrie entwickelt sich aufgrund bester landwirtschaft­licher Voraussetzungen ebenso dynamisch und erschließt zuneh­mend Märkte der Europäischen Union.  Die ukrainischen Importe nach Deutsch­land bei Nahrungs- und Futtermitteln sind in 2017 um 31% gestiegen. Entspre­chend hoher Bedarf besteht an Modernisierungsinvestitionen.

Die Zusammenarbeit zwischen Bayern und der Ukraine hat mit der Reise von Ministerpräsident Seehofer im Mai 2017 nach Kiew neue kraftvolle Impul­se erhalten. Im Januar 2018 fand ein Wirtschaftsforum „Ukraine-Bayern“ in der IHK München statt, bei dem zahlreiche Potenziale aufgezeigt wurden, denen wir mit dieser Reise weiter nachgehen und konkrete Umset­zungsschritte folgen lassen wollen.

Haben Sie Interesse an der Reise teilzunehmen? Bitte teilen Sie uns bis spätestens Dienstag, den 03. April 2018 unter www.bayern-international.de/ukraine2018 Ihr begründetes Interesse (mit vollständiger Angabe der Adresse, der Posi­tion im Unternehmen und den Unternehmenszielen) mit.

Sie werden dann in einem zweiten Schritt zu einer Teilnahme eingeladen und erhalten weitere Informationen zur Reise und zu den Anmeldemodalitäten. Damit können Sie sich dann verbindlich anmelden. Sollte die Zahl der interessierten Unternehmen die vorhandenen Flug- und Hotelkontingente überschreiten, ist eine Auswahl der Unternehmen erforderlich, bei der insbesondere die Branchenzugehörigkeit berücksichtigt wird.

Die Reisekosten (Flug und Hotelübernachtung) sowie die Kosten für Ihr eventuelles individuelles Programm sind von Ihnen selbst zu tragen. Die Kosten für das gemeinsame Programm werden im Rahmen der Außenwirt­schaftsförderung durch den Freistaat Bayern getragen.

Für organisatorische Fragen wenden Sie sich bitte an:

Katja Krause
Bayern International
Tel. 089 660566-203
Fax 089 660566-150
E-Mail: kkrause@bayern-international.de

Für inhaltliche Fragen steht zur Verfügung:

Andreas Reuchlein
Bayerisches Staatsministerium für 
Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie
Tel. 089 2162-2634
Fax 089 2162-3634
E-Mail: andreas.reuchlein@stmwi.bayern.de

zur Übersicht