Bayern und Türkei: Großes Potenzial für industrielle Zusammenarbeit

27.10.2026

Großes Interesse, intensive Gespräche und vielversprechende Geschäftskontakte: Die Delegationsreise von Bayern International unter Leitung von Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt in die Türkei war ein voller Erfolg. 13 bayerische Unternehmen nutzten Anfang Oktober die Gelegenheit, den türkischen Markt näher kennenzulernen, Einblicke in innovative Industrieunternehmen zu gewinnen und neue Kontakte für mögliche Geschäftsbeziehungen und Kooperationen zu knüpfen.

Die teilnehmenden Unternehmen repräsentierten ein breites Spektrum industrieller Kompetenzen – vom Sondermaschinenbau über Mess- und Prüftechnik sowie Antriebstechnik bis hin zu Entwicklungsdienstleistungen und Lösungen für Automatisierung, Digitalisierung und Cybersicherheit in der Industrie.

Erfolgreiche Delegationsreise zeigt vielfältige Kooperationschancen im Maschinenbau, in der Automatisierung und bei industriellen Zukunftstechnologien.

Besonders deutlich wurde das Interesse an einer Zusammenarbeit bei den beiden gut besuchten Networkingveranstaltungen. Die bayerischen Unternehmen waren durchgehend in intensive Gespräche mit potenziellen türkischen Geschäftspartnern eingebunden. Zahlreiche Kontakte eröffneten konkrete Perspektiven für zukünftige Geschäftsbeziehungen und gemeinsame Projekte.

Auch das Besuchsprogramm bot spannende Einblicke in die Leistungsfähigkeit und technologische Entwicklung der türkischen Industrie. Beim türkischen Elektrofahrzeughersteller TOGG beeindruckte insbesondere die hochautomatisierte Fertigung. Weitere Stationen waren der Automobilzulieferer Farplas und der Automatisierungsspezialist Festo. Ein besonderes Highlight war der Besuch des MEXT Technologiezentrums, das 2020 vom türkischen Verband der Metallindustrie gegründet wurde und sich mit digitaler Transformation, künstlicher Intelligenz und grüner Transformation in der Fertigungs- und Metallindustrie beschäftigt.

Qualität und Verlässlichkeit als gemeinsame Grundlage

Die Reise machte deutlich, dass auf beiden Seiten großes Interesse an einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit besteht. Produkte und Technologien „Made in Germany“ genießen in der Türkei weiterhin einen hervorragenden Ruf. Gleichzeitig schätzen deutsche Unternehmen türkische Geschäftspartner für ihre Qualität und Zuverlässigkeit.

Allerdings ist das Marktumfeld nicht frei von Herausforderungen. Hohe Inflation und Zinsen erschweren derzeit Investitionen türkischer Unternehmen, während chinesische Anbieter mit preisgünstigeren Produkten zunehmend im Wettbewerb stehen. Auch steigende Arbeitskosten in der Türkei wirken sich auf Preise und Lieferbeziehungen aus.

Positive Bilanz und vielversprechende Perspektiven

Das Fazit der Delegationsreise fällt ausgesprochen positiv aus. Die bayerischen Teilnehmenden zeigten sich mit dem Programm und insbesondere mit der Qualität der geknüpften Kontakte äußerst zufrieden. Die zahlreichen Gespräche und das große gegenseitige Interesse unterstreichen das Potenzial für neue Partnerschaften.

Die Reise hat einmal mehr gezeigt: Bayern und die Türkei verfügen über vielfältige Anknüpfungspunkte für eine erfolgreiche Zusammenarbeit – insbesondere bei industriellen Zukunftstechnologien, im Maschinenbau und in der Automatisierung.

Die Delegationsreisen 2027 stehen: Informieren Sie sich hier. 

 

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