Geschäftspotenziale in Ostafrika nutzen: Bayerische Messebeteiligung in Tansania ‎auf der EAITE 2021

14.10.2020

Afrika gilt schon länger als vielversprechendes Ziel bayerischer Exporteure. Insbesondere in ‎Ostafrika können Unternehmen von positiven Rahmenbedingungen profitieren. Die East Africa International Trade Exhibition (EAITE) ist Tansanias bedeutendste allgemeine ‎Industriegütermesse. Nächstes Jahr findet sie von 7. bis 9. April 2021 statt und bayerische Unternehmen haben die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Bayerischen Messebeteiligung vor Ort zu präsentieren. Schwerpunktbranchen der Messe sind Bauindustrie, Maschinenbau, Bergbau- ‎und Sicherheitstechnik, Energie- und Umwelttechnik, Lebensmittel- und Verpackungsindustrie, ‎Hotellerie-Bedarf sowie Medizintechnik. ‎Der Anmeldeschluss ist der 2. Dezember 2020.‎

 

Tansania bietet bayerischen Unternehmen in mehreren Bereichen interessante Geschäftsmöglichkeiten

Bis zur Corona-Krise galt Tansania als eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in ‎Afrika und der Welt. Für das kommende Jahr wird mit einer Erholung der Wirtschaft von 3,6% ‎des BIP gerechnet. Das Wachstum wird insbesondere von Projekten im Infrastruktursektor ‎getrieben, bei der traditionell ausländische Lieferanten zum Zuge kommen.

Laut der Afrika-Studie der bayerischen IHKs gehört Tansania zu jenen Ländern, in denen die Verlässlichkeit der Institutionen deutlich über dem afrikanischen Durchschnitt liegt. Das äußert sich nicht nur in einer unabhängigen Justiz, sondern auch in einer Verwaltung, die weniger anfällig ist für Korruption.

Tansania verfügt über umfangeiche Bodenschätze, deren Förderung die Nachfrage nach technischer Ausstattung steigen lässt. Insbesondere die Erschließung und anschließende Ausfuhr von Erdgas wäre ein echter „game changer“. Traditionell entfällt der größte Anteil des BIPs auf Land- und Forstwirtschaft (32%), gefolgt von Handel und dem Tourismussektor (13%), der mit der Insel Sansibar das vielleicht bekannteste Aushängeschild aller afrikanischen Urlaubsdestinationen bietet. Durch umfangreiche Infrastrukturprojekte (z.B. Eisenbahnstrecken, Häfen und Rohölpipelines) und die Erweiterung der Energieversorgung will sich Tansania stärker diversifizieren.

Die Vereinigte Republik Tansania ist Teil der ostafrikanischen Freihandelszone (EAC) und der Tiefwasserhafen von Dar es Salaam‎ dient als Drehscheibe für den Handel in der Region. Häufig werden Waren nach Ruanda, Burundi oder Sambia im Transit über Tansania geliefert.

Aus deutscher Sicht ist Tansania Abnehmer von Maschinen, chemischen Erzeugnissen und Fahrzeugen. Hauptimportprodukte aus Tansania sind Nahrungsmittel und Rohstoffe. Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Tansania lag 2019 bei 240 Mio. EUR. Von Januar bis Juli 2020 beliefen sich die bayerischen Exporte auf 5 Mio. EUR, was einem Wachstum von 5,7% zum Vorjahreszeitraum entspricht.

Tansania bietet bayerischen Unternehmen in mehreren Bereichen interessante Geschäftsmöglichkeiten: Im Mittelpunkt stehen zahlreiche staatliche Infrastrukturprojekte. Lieferchancen bieten sich auch im Bereich Maschinenbau, Energiesektor und Bergbau an. Nicht erst seit Corona wird auch verstärkt medizinische Ausrüstung „Made in Bavaria“ nachgefragt (Quellen: IMF, Weltbank, GTAI, Auswärtiges Amt, IHK für München und Oberbayern).

 

Bayerische Unternehmen haben die Chance einer geförderten Messeteilnahme in 2021

Mit dem Bayerischen Gemeinschaftsstand auf der EAITE soll ‎es kleinen und mittelständischen, bayerischen Unternehmen leichter gemacht werden, Geschäftspotenziale in Ostafrika zu erschließen. Teilnehmende Unternehmen können von einer finanziellen Förderung durch das Bayerische Wirtschaftsministerium profitieren. Zudem wird die komplette Messebeteiligung von einem großen Projektteam, bestehend aus der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, dem Dega-Expoteam sowie Bayern International umfangreich unterstützt. Im Falle einer Corona-bedingten Absage der Messe erhalten die Teilnehmer den bereits bezahlten Teilnahmebetrag vollständig zurückerstattet.

 

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