Weinherstellung zwischen Tradition und Moderne: Ungarische Winzer erkunden die Bayerische Weinwelt

18.11.2010

Bild oben: Besichtigung des Weinanbaus an der Mainschleife.

Bild unten: Besuch der Vinothek im Staatlichen Hofkeller Wuerzburg

Ungarn kann auf eine über viele Jahrhunderte zurückliegende Geschichte des Weinanbaus zurückblicken und hat insbesondere in den letzten zwanzig Jahren ein vielseitiges und international anerkanntes Angebot an Weinen mit ansprechender Qualität entwickeln können. Eine Entwicklung, die es fortzusetzen gilt und Anlass, 14 ungarische Winzer und Branchenvertreter im Rahmen des internationalen Weiterbildungsprogramms „Bayern – Fit for Partnership“ von 08. bis 12.11.2010 nach Bayern einzuladen. Dabei erwartete die Besucher ein breit gefächertes Programm, bei dem es weniger allein darum ging die Weinherstellung in ihrem Prozess an sich, als vielmehr die Optimierung des Anbaus, der Verarbeitung und auch Vermarkung der Produkte darzustellen. So ließen es sich nicht weniger als 16 bayerische Unternehmen, Winzergenossenschaften und Institutionen der Branche nehmen, den ungarischen Fach- und Führungskräften ihre Leistungen, Produkte und Maschinen zu präsentieren.

Neben klassischen Unternehmens- und Betriebsbesuchen in Würzburg, Neutraubling oder auch im Bereich um die Mainschleife bei Volkach standen zudem ergänzende Vorträge zu Weinanbau, Weinvermarktung, Weintourismus, Eventmarketing, Wein-Architektur oder auch die Qualitätsweinprüfung in Bayern während eines Besuchstages bei der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim auf dem Programm. Besonderes Interesse weckte hier die vorgestellte Konzeption zur Neuvermarktung der Frankenweine samt Region, wie sie seit längerem bereits erfolgreich umgesetzt wird und auch für Weinregionen in Ungarn Vorbildcharakter haben könnte. Unmittelbar nach der Präsentation wurden bereits Einladungen gegenüber der LWG ausgesprochen, um die Rahmenbedingungen gemeinsam vor Ort in Ungarn in Ausgenschein nehmen zu können.

So beinhaltete die Besuchswoche letztendendes ein Gesamtpaket, in dem vorwiegend Unternehmen aus Franken und der Oberpfalz zeigen konnten, wie hohe Qualitätsstandards bei den Produkten erzielt und gehalten werden können und bei dem auch erlebnisreiche Programmpunkte wie Probefahrten mit Schleppern für den Weinanbau oder eine Weinprobe nicht fehlten.

Im Resümee war für die ungarischen Gäste das hohe Ausmaß an Kompetenz seitens der bayerischen Firmen und Institutionen beeindruckend. Vor allem die Möglichkeiten zur intensiveren Vermarktung und Absatzsteigerung durch all das, was um das Produkt herum geschieht, eröffnet im Fazit völlig neue  Chancen. Selbstverständlich konnte insbesondere auch die Qualität und Leistungsfähigkeit der präsentierten bayerischen Anlagen und Maschinen überzeugen, so dass die bei „Bayern – Fit for Partnership“ entstandenen Kontakte auch zukünftig vertieft und gepflegt werden – natürlich bei einem Glas Wein ...

Im Rahmen von „Bayern - Fit for Partnership" werden Geschäftschancen evaluiert und Entscheidungsträger aus interessanten Zielmärkten nach Bayern eingeladen. Bayern International unterstützt damit in gezielten Weiterbildungsmaßnahmen die Marketing- und Vertriebsaktivitäten bayerischer Unternehmen. „Bayern - Fit for Partnership" wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie finanziert. Die Gesamtabwicklung des Programms liegt bei Bayern International.
Das Projekt „Moderne Technologien bei der Weinherstellung“ wurde von der Firma TUM-Tech GmbH aus München organisatorisch betreut.

Kontakt:

Barbara Hilbich
Bayern International GmbH
Tel.: +49 89 66 05 66-102
Fax: +49 89 66 05 66-150
E-Mail: bhilbich@bayern-international.de

zur Übersicht