Markteinstieg Aserbaidschan und Georgien: Unternehmerreise im November´13

23.05.2013

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, wird unter Leitung von Frau Dr. Wolf, Leiterin der Abteilung für Außenwirtschaft und Standortmarketing, vom 25. bis 29. November 2013 mit einer Unternehmerdelegation nach Aserbaidschan und Georgien reisen.

Die Unternehmerreise richtet sich vor allem an Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder bayerischer Unternehmen folgender Branchen:

  • Bauwirtschaft/Infrastruktur
  • Umwelttechnologie
  • Ernährungswirtschaft
  • Öl- und Gaszulieferindustrie

Seit der Erlangung ihrer staatlichen Unabhängigkeit 1991 haben die beiden Südkaukasus-Länder, Aserbaidschan und Georgien, eine stürmische innenpolitische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung durchlaufen. Die Republik Aserbaidschan setzte als erster Anrainerstaat des Kaspisees bei der Erschließung seiner großen Öl- und Gasvorkommen auf Investitionen aus dem Westen. Mit sichtlichem Erfolg. Das Bruttoinlandsprodukt überstieg 2011 das Niveau von 2003 um real mehr als 200%. Aserbaidschan nutzt dabei den Rohstoffboom, um seine Wirtschaft mit umfangreichen Investitionsprogrammen breiter aufzustellen und zu modernisieren.

Auch Georgien hat sich nach der „Rosenrevolution“ 2004 zu einem Top-Reformer unter den mittel- und osteuropäischen Transformationsländern entwickelt. Das rohstoffarme Land wirbt mit erfolgreicher Korruptionsbekämpfung, wenig Bürokratie, niedrigen Steuern und wirtschaftsfreundlicher Verwaltung. Belege dafür sind führende Plätze bei den Ranglisten von Doing Business 2013 (Platz 9) und bei dem jährlich von Transparency International erstellten Korruptionsindex (im Jahr 2012: Platz 51, Deutschland: Platz 13).

„Made in Germany“ genießt in beiden Ländern einen hervorragenden Ruf. Deutschland zählt zu den wichtigsten Handelspartnern und nahm im Jahr 2011 Platz 3 (Aserbaidschan) und Platz 5 (Georgien) der bedeutendsten Importländer ein. Auch die Wirtschaftsbeziehungen mit Bayern haben sich in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt. Neben den kontinuierlichen Anstieg der Rohöl-Importe Bayerns aus Aserbaidschan (um 34%), konnten auch die bayerischen Exporte in die südkaukasischen Republiken 2012 deutlich zulegen (Georgien: +13%, Aserbaidschan: +9%).

Die dynamische Entwicklung, staatliche Investitionen zur Modernisierung und Diversifizierung der Wirtschaft sowie ein enormer Nachholbedarf bei Ausrüstungen, Baustoffen, Gebäudetechnik, Konsumgütern und Dienstleistungen bieten bayerischen Unternehmen interessante Perspektiven in Aserbaidschan und Georgien.
Möglichkeiten der Zusammenarbeit ergeben sich zum Beispiel in der Bauwirtschaft. In Aserbaidschans Wachstumsbranche Nr. 1 bestehen zahlreiche Aktivitäten in der Öl- und Gaswirtschaft, in der Transportinfrastruktur sowie im Wohnungs- und sonstigen Hochbau. Drei Viertel aller gegenwärtig im Land erbrachten Bauleistungen entfallen auf die Hauptstadtregion Baku. Auch in Georgien sorgen staatliche flankierte Projekte in der Infrastruktur mit den Schwerpunkten Straßenbau, Energiewirtschaft und Tourismus für aussichtsreiche Geschäftschancen.

Darüber hinaus fördern mehrere ausländische Geberbanken in den kommenden Jahren umfangreiche Projekte für den Ausbau und die Modernisierung der städtischen Wasserversorgung und Abwasserwirtschaft in beiden Ländern. Beachtlich ist auch das Potenzial für den Ausbau der Landwirtschaft und der Nahrungsmittelindustrie (Anbau und Verarbeitung von Obst, Gemüse, Zitrusfrüchten, Wein, Nüssen, Tee, Arznei- und Gewürzpflanzen).

Interessierte bayerische Firmen werden gebeten, Ihr Interesse an einer Teilnahme online bis 28.06.2013 mitzuteilen.Sie werden daraufhin zur Teilnahme eingeladen und erhalten dann auch weitere Informationen zur Reise. Erst danach erfolgt die verbindliche Anmeldung, die bis 21.08.2013 möglich sein wird. Aufgrund der Begrenzung der Teilnehmerzahl behält sich das Bayerische Wirtschaftsministerium eine Auswahl vor, bei der auch der Eingang der Interessensbekundung, die Branchenzugehörigkeit sowie konkrete Anliegen berücksichtigt werden.

Die Reisekosten (Flug und Hotelübernachtung) sowie ggf. die Kosten für Ihr individuelles Programm (evtl. Kooperationsgespräche, etc.) sind von Ihnen selbst zu tragen. Die Kosten für das gemeinsame Programm werden im Zuge der Außenwirtschaftsförderung des Freistaates Bayern übernommen.

Kontakt:

Marco Flasch
Bayern International
Tel.:  089/ 66 05 66-202
Fax:  089/ 66 05 66-150
E-Mail: mflasch@bayern-international.de

Für inhaltliche Fragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Annette Holtmann
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
Tel.:  089/ 2162-2634
Fax:  089/ 2162-3634
E-Mail: annette.holtmann@stmwivt.bayern.de
annette.holtmann@stmwivt.bayern.de

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