Geschäftsanbahnungsreise für deutsche Zulieferer der Öl- und Gas Offshore-Industrie nach Norwegen

28.05.2015

Vom 22.-24. September 2015 findet eine geförderte Geschäftsanbahnungsreise für deutsche Zulieferer der Öl- und Gas Offshore-Industrie nach Norwegen statt. Deutsche Teilnehmer haben in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Fachkonferenz norwegischen Systemlieferanten, Distributoren und anderen potenziellen Geschäftspartnern zu präsentieren sowie an den nachfolgenden zwei Tagen individuelle Termine wahrzunehmen. Darüber hinaus wird für Sie als Teilnehmer eine fundierte Analyse des norwegischen Markts erstellt. Das Projekt wird im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durchgeführt.

Möchten Sie im wichtigsten Wirtschaftszweig Norwegens aktiv werden bzw. Ihre Aktivitäten ausbauen? Dann nehmen Sie gerne so schnell wie möglich mit uns Kontakt auf, damit wir Ihnen die Antragsunterlagen zuschicken können. Weitere Informationen über das Projekt finden Sie im Anhang. Anmeldeschluss ist der 22. Juni 2015, die Anträge werden nach Eingangsdatum bearbeitet.  

Marktchancen und Fokusbereiche:

Auch wenn sich die Branche aufgrund des niedrigen Erdölpreises momentan in einer etwas angespannten Lage befindet, ist die Zeit der Offshore-Energiewirtschaft in Norwegen noch längst nicht vorbei. Mit erheblichen unerschlossenen Vorkommen sowie aktuell anstehenden Ausbauprojekten, wie der Erschließung des Mega-Ölfelds Johan Sverdrup, bleibt Norwegen weiterhin ein sehr attraktiver Markt für Lieferanten von Produkten und Dienstleistungen für die Öl- und Gasindustrie. 

Eine der größeren aktuellen Herausforderungen der Branche ist es, das Kostenniveau zu senken. Eine solche Effizienzsteigerung ist ohne eine Weiterentwicklung der Technologie nicht möglich. Die Nutzung moderner Technologie zur Erhöhung der Industrialisierung ist ein sehr wichtiger Treiber für die Produktivitätssteigerung. Laut Experten liegt das Effizienzpotenzial bei mindestens 20 %. 

Aus Deutschland sind dabei insbesondere Technologien aus folgenden Bereichen interessant: 

  • Tiefsee-Technologien
  • Robotics
  • Effizienzsteigerung durch Automatisierung und Digitalisierung (Industrie 4.0 – Lösungen) 

Technologische Schwerpunkte im Rahmen der Gewinnung liegen dabei unter anderem auf :

  • Erschließung: Geophysische Messverfahren, Datenverarbeitung und -auswertung, grafische Darstellung, sowie neue Explorationsmethoden für arktische Gewässer
  • Förderung: Neue Brunnen-Designs und Technologien für Förderung aus Kalkfeldern 

Bedarf an Technologien für kosteneffiziente Bohrungen und Well Intervention: 

  • Technologien zur Erhöhung der Anzahl produzierender Brunnen auf dem norwegischen Kontinentalschelf, darunter insbesondere automatisierte Bohrung, Komplikationsvermeidung sowie Erhöhung der Bohrgeschwindigkeit.
  • Technologien zur Verbesserung der Sicherheit bei der Bohrung, darunter insbesondere Emissionsmessung außerhalb der Rohrtour, Barrierenüberwachung sowie Optimierung der Notfall-Logistik.
  • Stimulation, Komplettierung (Completion) und Überarbeitung (Workover) 

In den Bereichen Produktion, Bearbeitung und Transport gibt es vor allem in folgenden Bereichen einen Technologiebedarf: 

  • Energieversorgung und -verteilung auf dem Meeresboden
  • Zustandsüberwachung und –kontrolle: Verlängerung der Lebensdauer der bestehenden Infrastruktur, Echtzeit Zustandsüberwachung
  • Rohrleitungstransport über weite Entfernungen: Subsea Separation und Fluid-Behandlung für den Fernleitungstransport, Mehrphasenströmung  

Darüber hinaus, besteht einen Bedarf an Technologien für eine energieeffiziente und nachhaltige Gewinnung der norwegischen Erdölressourcen: 

  • Umweltüberwachung:  integrierte Echtzeit Monitorings- und Modellierungswerkzeuge zur weiteren Reduktion von Emissionen.
  • Leckageortung: Verbesserte Systeme zur Erkennung und Überwachung von Leckagen von Ausrüstungen wie Steigleitungen, Brunnen sowie Unterwasser-und-Plattform-Installationen.
  • Energieeffizienz: Neue Technologien zur Reduktion des Offshore Energieverbrauchs in Verbindung mit dem Transport von Gas und Kondensat, der Behandlung von Förderwasser sowie der Produktion von Strom und Wärme. 

Kontakt: 

Rita Hareid
Deutsch-Norwegische Handelskammer
Tel.: +47 22 12 82 17
Fax: +47 22 12 82 22
E-Mail: Hareid@handelskammer.no 

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