Erster IHK-Exportbericht Bayern erschienen

14.07.2011

München (13.07.2011) - Trotz erheblicher Haushalts- und Finanzrisiken in Europa wie in außereuropäischen Ländern bleibt Bayerns Exportwirtschaft optimistisch. Im Fokus stehen vor allem die asiatischen Märkte.

Erwarten jeweils 40 Prozent der bayerischen Unternehmen steigende Ausfuhren nach Europa und Südosteuropa, so rechnen 45 Prozent damit, dass Asien noch weiter anzieht. Schon in vergangenen Jahr wuchsen die bayerischen Exporte nach China im Vergleich zum Vorjahr um 61 Prozent. Damit liegt das Reich der Mitte bei den Zuwachsraten unangefochten an der Spitze . „China wird schon in absehbarer Zeit Bayerns wichtigster Handelspartner sein“, sagt Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK). Das ist das Ergebnis des ersten IHK-Exportberichts Bayern, einer Sonderauswertung des bayerischen Konjunkturberichts sowie der Umfrage Going International. Er beinhaltet die wichtigsten Auslandsmärkte, die Exporterwartungen und geplanten Investitionen ebenso wie die Motive und die Auswirkungen auf das Inlandsgeschäft.

Für die bayerische Wirtschaft ist Asien Investitionsfavorit. Über die Hälfte der Unternehmen mit internationalem Geschäft will seine Investitionen in dieser Region ausbauen. Für Europa planen dies nur 31 Prozent, Nordamerika rangiert mit 29 Prozent auf Rang drei. Mit ihren Auslandsinvestitionen wollen die Unternehmen vor allem die Vertriebs- und Serviceaktivitäten stärken. Erst an zweiter Stelle steht die Markterschließung. Dagegen wird das Argument der Kostenersparnis immer unwichtiger. Der Anteil der Unternehmen, für den dieses Investitionsmotiv ausschlaggebend ist, ist von 31 Prozent (2008) über 30 Prozent (2009) auf 22 Prozent in diesem Jahr gesunken.

Das Auslandsengagement von Unternehmen wirkt sich positiv auf die Entwicklung im Inland aus. International tätige Firmen sind nach dem IHK-Exportbericht nicht nur zufriedener sondern blicken auch optimistischer in die Zukunft. „Diese besseren Perspektiven spiegeln sich auch in den Beschäftigungsplänen wider“, so Driessen. Während im Schnitt aller bayerischen Unternehmen 24 Prozent mehr Mitarbeiter einstellen wollen, sind es bei den auslandspräsenten Firmen sogar 32 Prozent. „Das belegt, dass Investitionen im Ausland keineswegs als Beschäftigungsbremse wirken“, sagt der BIHK-Hauptgeschäftsführer.

Der IHK-Exportbericht Bayern erscheint künftig einmal jährlich und ist mit allen Tabellen und Grafiken über www.auwi-bayern.de abrufbar.

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