Entscheidungsträger des tunesischen Gesundheitssektors zu Besuch in Bayern

22.04.2014

Tunesien hat sich mit seinen 10,5 Mio. Einwohnern zu einem regional bedeutenden Gesundheitsmarkt entwickelt. Innerhalb von 20 Jahren wuchs die Anzahl der Privatkliniken von 21 auf rund 120. Neue Projekte im Privatsektor stehen an. Der öffentliche Gesundheitssektor ist breit aufgestellt, aber dringend modernisierungsbedürftig. Tunesien punktet nicht nur als Abnehmerland für medizinische Geräte, sondern auch als Sprungbrett für die weitere Markterschließung der Region.

Unmittelbar vor dem Sturz des Ben-Ali-Regimes gab es eine Reihe von Ankündigungen für den Bau neuer Privatkliniken. Nach der situationsbedingten Unterbrechung ist teils mit einer Wiederaufnahme der Pläne, aber auch mit ganz neuen Projekten zu rechnen. So hat der japanische Krankhausbetreiber Tokushukai, der laut Pressemeldungen weltweit drittgrößte private Gesundheitsanbieter, den Bau eines Krankenhauses in der Hauptstadt Tunis bekannt gegeben. Ziel sei es, insbesondere Auslandspatienten zu versorgen, so der tunesische Repräsentant der Krankenhausgruppe. Die Projektkosten der schon 2010 angekündigten 400-Betten-Klinik liegen bei rund 35 Mio. Euro. Das größte tunesische Healthcare-Unternehmen Amel Santé eröffnet in Kürze eine Klinik mit 115 Betten in Beja (110 km westlich von Tunis), ein weiteres Krankenhaus mit 350 Betten ist geplant. Auch nach der Revolution halten tunesische Investoren an dem Bau eines Gesundheitszentrums auf der Landzunge Cap Bon fest. Das „Village de Santé de Cap Bon“ soll ein Krankenhaus (86 Zimmer) und eventuell ein Seniorenheim (60 Zimmer) für ausländische Gäste umfassen.

Für bayerische Anbieter von Medizintechnik oder -ausrüstungen bieten sich zahlreiche Möglichkeiten bei der Geschäftsanbahnung mit tunesischen Unternehmen, um Klinikprojekte oder Praxen auszustatten und den vorhandenen Bedarf des tunesischen Marktes zu decken. Deutsche Produkte genießen einen hervorragenden Ruf in Tunesien.

Von 19. bis 23. Mai 2014 bereisen Händler und Großhändler von Medizintechnikprodukten, Klinikbetreiber, Einkäufer öffentlicher Krankenhäuser und Ärzte sowie Servicedienstleister aus dem Gesundheitsbereich Tunesiens im Rahmen eines Delegationsbesuchs Bayern und informieren sich über moderne Technologien, Anlagen, Systemlösungen und Dienstleistungen im Bereich Medizintechnik. Die Schwerpunkte liegen sowohl in der Ausstattung von Klinikprojekten und Facharztpraxen als auch im Krankenhausmanagement. Das einwöchige Programm beinhaltet Unternehmensbesichtigungen, Vorträge und Hausmessen und bietet den Delegationsteilnehmern die Möglichkeit, langfristige Geschäftskontakte zu bayerischen Anbietern zu knüpfen und ihre konkreten Investitionsabsichten zu realisieren.

 

Über „Bayern – Fit for Partnership“

Das Erfolgsrezept von „Bayern – Fit for Partnership“ ist einfach: Bayerische Unternehmer zeigen in ihren eigenen Betrieben oder bei Kooperationsveranstaltungen ihr gesamtes Produkt- und Leistungsspektrum und können damit wertvolle Kontakte zu internationalen Entscheidungsträgern herstellen. Die Beteiligung erfolgt für bayerische Unternehmen kostenlos in Form von Fachvorträgen, Werksbesichtigungen oder Einzelgesprächsterminen, und sie können darüber hinaus aktiv an der Programmgestaltung mitwirken. Um die Organisation, Dolmetscher und die Delegationsbetreuung durch erfahrene Partner kümmern wir uns!

„Bayern – Fit for Partnership“ ist ein vom Bayerischen Wirtschaftsministerium initiiertes und finanziertes internationales Weiterbildungsprogramm. Organisatorisch betreut wird es durch Bayern International, ein Tochterunternehmen des Freistaats Bayern.

Nutzen Sie BFP als Marketinginstrument und profitieren Sie von Besuchen ausländischer Fach- und Führungskräfte aus verschiedenen Branchen. Melden Sie sich schon jetzt für die nächsten Veranstaltungen im Rahmen von BFP an.

 

Kontakt:

Maria Deml
Bayern International
Tel.: 089 660566-105
Fax: 089 660566-150
E-Mail: mdeml@bayern-international.de 

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