Eine Welle bayerischer Innovationen schwappt nach Bosnien und Herzegowina

19.07.2011

Bild oben: Besuch im Wasserwerk Grundmühle der Stadtwerke Kulmbach – mit einer der größten Ultrafiltrationsanlagen Bayerns

Bild Mitte: In der Kläranlage Landshut wurden sowohl Abwasser, als auch die vielen Fragen der Delegation geklärt

Bild unten: Gruppenbild nach dem Besuch mit Vortrag und Werksführung bei der Flottweg AG in Vilsbiburg

Einen „guten Ablauf“ in zweierlei Hinsicht wünschten sich 14 Fach- und Führungskräfte der Wasserwirtschaft aus Bosnien und Herzegowina zu Beginn der „Bayern – Fit for Partnership“ (BFP)-Besuchswoche bei bayerischen Unternehmen. So sollte natürlich das Besuchsprogramm die Fachinhalte und Lösungen für die bestehenden Probleme der kommunalen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung im eigenen Land enthalten. Andererseits sollten die Bildungsinhalte dazu beitragen, die Abwasserbehandlung innerhalb der kommunalen Wasserinfrastruktur so zu verbessern, dass auch der wörtlich zu nehmende Ablauf als letzte Station in einer Kläranlage zukünftig mit guten Laborwerten besticht.

Die Besuchswoche in Bayern zeigte den fachkundigen Gästen vom 10.- 15.07.2011 den Stand der Technik über den gesamten Fluss kommunaler Wasserver- und Entsorgung. Das Spektrum reichte von Trinkwassergewinnung, -aufbereitung und -verteilung bis hin zur Abwasser- und Klärschlammbehandlung. Aber nicht nur die Errichtung neuer Infrastruktur – ca. 40% der Einwohner Bosniens und Herzegowinas waren beispielsweise 2009 nicht an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen – sondern auch die Erneuerung bestehender Einrichtungen waren von großem Interesse. Ob die durch ihren salzhaltigen Boden teils ständig absackende Stadt Tuzla oder der ca. 20.000 Einwohner zählenden Gemeinde ?itluk mit dem Pilgerort Medugorje, dessen Wasserinfrastruktur mittlerweile mehrere hunderttausend Gläubige jährlich bewältigen muss -  die Herausforderungen sind in jedem Falle speziell, was auch die bayerischen Firmen bestätigen konnten. So ist bei jeder Infrastrukturmaßnahme umfassend auf die Rahmendbedingungen und Bedürfnisse der Städte und Gemeinden einzugehen. Lösungen „von der Stange“ führten im Gegensatz dazu fast immer zu hohen Folgekosten.

Als Programmhöhepunkt bot die Hausmesse am Donnerstag im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) in Hof für nicht weniger als 14 bayerische Unternehmen der Branche die Möglichkeit, sich zu präsentieren, nachdem durch das LfU (Projekt TTW) zuvor die „Wasserwirtschaft in Bayern“ umfassend vorgestellt wurde. Im Fazit der internationalen Teilnehmer war die dicht mit Informationen gefüllte Woche ausgezeichnet und die gewonnenen Eindrücke und Kontakte werden für die Aufgaben im Bereich der kommunalen Wasserwirtschaft eine große Hilfe sein.

„Bayern – Fit for Partnership“ ist ein seit dem Jahr 2004 vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie initiiertes und finanziertes internationales Weiterbildungsprogramm. Bayerische Unternehmen haben im Rahmen der Besuchswochen in Bayern die Möglichkeit sich mit ihren Produkten und Leistungen vor internationalen Fach- und Führungskräften zu präsentieren.

Die Weiterbildungswoche zur Wasserwirtschaft mit Bosnien und Herzegowina wurde durch die Ingenieurgesellschaft Steinbacher Consult aus Neusäß im Auftrag von Bayern International organisatorisch betreut und von der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Bosnien und Herzegowina unterstützt.

Kontakt:


Dr. Bernd Dobmann
Bayern International
Tel:  +49 89 660566-105
Fax:  +49 89 660566-150
E-Mail: bdobmann@bayern-international.de

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